MOBILEE Talk mit Renate Schüßlbauer - Kinderschutz, Kinderrechte & Empowerment

Shownotes

In dieser Folge des MOBILEE Talks sprechen Leonie und Renate Schüßlbauer über Kinderschutz, Kinderrechte und die Frage, wie sichere Räume für Kinder und Jugendliche geschaffen werden können. Renate ist Stiftungsmanagerin bei der Dirk Nowitzki-Stiftung sowie pädagogische Leitung des Campus 41 und bringt langjährige Erfahrungen aus der Sozialen Arbeit mit.

Im Gespräch geht es unter anderem darum, wie Organisationen und Fachkräfte mit Verdachtsfällen umgehen können, welche besonderen Herausforderungen im Kontext von Sport und Bewegung bestehen und warum gerade diese Bereiche sowohl wertvolle Erfahrungsräume als auch potenziell sensible Orte sein können. Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Strukturen, Haltungen und Maßnahmen notwendig sind, um Kinder und Jugendliche wirksam zu schützen.

Außerdem beleuchten wir, warum Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung sicherer Räume einbezogen werden sollten und welche Rolle Beteiligung, Mitbestimmung und Empowerment dabei spielen. Renate erklärt, weshalb Sport – wenn er bewusst und sicher gestaltet wird – ein besonderer Lernraum sein kann, in dem junge Menschen ihre Rechte kennenlernen, Selbstwirksamkeit erfahren und in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden.

Eine Folge über Verantwortung, Schutz, Beteiligung und die Potenziale von Sport und Bewegung für eine kinderrechtsorientierte Praxis.

Viel Spaß beim Hören!

SozialeArbeit #Sport #Bewegung #Kinderschutz #Kinderrechte

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Mobili Talk, dein Podcast für soziale Arbeit mit Sport und Bewegung.

00:00:06: In diesem Format sprechen wir mit Menschen die in diesem Themenfeld aktiv sind, Impulse geben und spannende Einblicke in die Praxis ermöglichen.

00:00:14: Heute sprechen wir um den Renate Schlüssebauer.

00:00:17: Renate arbeitet bei der Dirk Nowitzki-Stiftung und war lange Teil der Steuerungsgruppe von Mobileh.

00:00:23: Heute sprechen wir über die wichtigen Themen Kinderrechte, Kinderschutz und Empowerment in unserem Themenfeld.

00:00:36: Hallo Renate, schön dass du hier bist und schön das wir auch über diese wichtigen Themen sprechen.

00:00:41: Heute Kinderrechte, Kinderschutz, Empowerment – super wichtige Themen!

00:00:47: Ich habe ja gerade einen Satz zu dir gesagt aber magst Du Dich einfach selber nochmal vorstellen?

00:00:51: Wer Bist Du?

00:00:53: Was machst Du aktuell?

00:00:54: Und wie ist auch so Deine Perspektive oder Erfahrung zu diesen Themenfeldern?

00:01:00: Ja, sehr gerne.

00:01:00: Vielen Dank für die Einladung und toll dass wir hier das Format haben und dass ich hier wirklich mal live sein kann und mit der ins Gespräch kommen kann für dieses wirklich wichtig wichtige Thema.

00:01:09: Und ja also ich bin von Haus aus jetzt erstmal Sozialpädagogin was ich sehr sehr wichtig finde weil Mobile ist eben insbesondere auch für soziale Arbeit und Sport und Bewegungen aktiv und von meiner Profession her bin nicht von Hausaus jemanden der die Menschenrechtsprofession gelernt und studiert hat.

00:01:31: Also ich finde schon, es ist auch eine Erhaltung und eine Identität die ich mitbringe und auch jahrelang eben in der sozialen Arbeit unterwegs war.

00:01:37: gestartet habe ich auch tatsächlich als junge Studentin damals im Jugendschutzfeld.

00:01:45: da ging's insbesondere um sexualisierte Gewalt Und da bin ich mit einer Realität konfrontiert worden, also wenn es eben jetzt heute um Jugendschutz geht und Kinderschutz die mich tatsächlich auch realitäten für real zu halten gelernt hat.

00:02:02: Ja wo ich erstmal überhaupt realisiert habe unter welchen sensiblen letztendlich unsicheren Bedingungen Kinder heute aufwachsen und oder damals eben schon.

00:02:15: Und da war das Thema eben noch lange nicht in der Öffentlichkeit so auch besprochen wie, wie eben heute.

00:02:22: Genau also das war eine erste Prägung der Kinderschutz und dann haben wir ja heute eben auch Kinderrechte.

00:02:28: Das waren meine zweite Stationen in meiner Berufsbiografie bei der Degnovitz-Gestiftung und es ist heute noch ich bin Stiftungsmanagerin verantwortlich für die Förderpolitik und für das Förderprofil der Stiftung.

00:02:42: Und da sind Kinderrechte eben ein zentraler Aspekt, Teilhabe Rechte von Kindern um sie wirklich auch zu empowern und in die Gesellschaft mit reinzubringen und ihre Interessen zu vertreten und sie da auch ein Stück weit zu ermächtigen.

00:02:57: Und aus der Stiftung heraus haben wir den Forteworn Campus gegründet und da bin ich eben auch pädagogischer Leitung.

00:03:04: Aus der Erfahrung heraus, dass wir gemerkt haben im Feld Sport- und soziale Arbeit was die Säulen ja auch der Dignowitzgestiftungen sind braucht es einfach Menschen die auch handlungssicher sind um Kinder und Jugendliche zu empowern und haben da eine Ausbildung konzipiert für junge Trainerinnen zwischen achtzehn und siebenundzwanzig Jahren Genau.

00:03:23: Und da sind wir dabei, dass wir Ihnen Handlungssicherheit geben und Sie ausbilden und zu wertorientierten Trainer- und Trainerinnen im Sportfeld für Kinder und Jugendliche auch stärken und über sie als Multiplikator erinnern die Kinder im Sport insgesamt stärken.

00:03:42: Ich war es gerade schon die drei Themen auch nochmal angesprochen und da auch so ein bisschen Bezug hergestellt, um einen Einstieg zu finden.

00:03:52: Kinderschürz, Kinderrechte, Empowerment – was hat das eigentlich mit unserem Themenfeld sozialer Arbeit mit Sport- und Bewegung zu tun?

00:04:00: Und warum findest du das auch so wichtig, dass wir diese Themen immer wieder aufgreifen in unserem Arbeitskontext?

00:04:07: Ja, auf jeden Fall!

00:04:08: Also Kinderrechtsempowerment im Sport ist Thema Aufgrund der Tatsache des Kinder.

00:04:15: Also, vierzehn Millionen Kinder und Jugendliche sind im Sport organisiert.

00:04:18: Die gehen wirklich jede Woche ihre Liebe zum Sport, ihre Disziplin nach treffen sich da.

00:04:25: Also der Sport bietet ein wahnsinnig großes Sozialisationsfeld für Kinder- und Jugendlicher.

00:04:29: Und das wissen wir jetzt auch von der sozialen Arbeit, dass dieses Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist und wir deswegen ja auch mit Mobile uns aufmachen oder ihr euch aufmacht dafür nochmal Bewusstsein zu schaffen.

00:04:42: und Jugendliche ist eine Chance eben auf individueller Art oder... ...ebene sich zu stärken.

00:04:52: Also ich bewege mich, ich bin Teil einer Gemeinschaft... ...ich bin Teil eines Teams.

00:04:56: Ich kann was beitragen!

00:04:57: Ich werde im Team gebraucht und habe Selbstwirksamkeitserfahrungen.

00:05:01: Ich bin Teil eine Organisation mit der ich mich identifiziere.

00:05:07: Ja, ich kann da wirklich Spaß und Freude erleben.

00:05:09: Und ich kann darin auch bestenfalls meine Werte verwirklichen.

00:05:14: Vorbilder auf Vorbildertreffen auf Erwachsene-Vorbilder aber auch gleich auf Peer Groups die mich in meiner Entwicklung begleiten und mir da auch Vorbild sind, und mich da auch stärken.

00:05:25: Und denen ich auch vertraue mit den Fragen, die ich auch außerhalb des Sports mitbringe als Kind- und Jugendlicher.

00:05:33: Die lasse ich ja jetzt nicht nur weil ich meine Straßenschuhe ausziehe vor der Tür.

00:05:37: Also der Sport ist immer abbilder Gesellschaft – und auch Herausforderungen der Gesellschaft!

00:05:43: Und damit ist er ein sehr, sehr wertvolles Feld der Auseinandersetzung.

00:05:47: Der Dialoge das sich erfahren und insbesondere eben auch für Kinder und Jugendliche.

00:05:52: Das bringt die Zahl an sich schon mit.

00:05:54: Eine andere Wahrheit ist auch dass der Sport nicht nur Chancen hat und beinhaltet sondern eben auch Risiken.

00:06:00: Da beziehe ich mich gerne auf die Studie von Bettina Ruhloffs.

00:06:04: Die wurde zwanzig zwundzwanzig veröffentlicht.

00:06:06: Ich glaube es war die bisher größt angelegte Studie mit über viertausend Beteiligten zum Thema Wann hast du Gewalt erlebt im Sport.

00:06:15: Die Studie zeigt, dass sie interpersonale Gewalt erlebt haben also psychische Gewalt körperliche Gewalt sexualisierte Gewalt vernachlässigung und diese Zahlen machen deutlich es ist nicht nur ein einzelnes Schicksal und das geht auch nicht nur um die Täter-Opferdynamik wenn ich das jetzt mal so ein bisschen schwarz-weiß formulieren möchte, sondern Institutionen und der Sport ist eine große Institution müssen aufgrund auch der Vielzahl der vorkommende Verantwortung übernehmen.

00:06:42: Und haben da auch ne Verantwortung im Sinn von.

00:06:46: sie müssen sich nun nicht nur um diese Täter-Opferdynamik kümmern, sondern in der Täteropferdynamik ist auch die Institution gehört mit dazu als dritter Verantwortungsträgerin.

00:07:01: Um zu überlegen welche Bedingungen haben wir?

00:07:04: Die Gewalt fördern vielleicht eben auch oder die bestenfalls auch Gewalt verhindern.

00:07:10: Ich wiederhole gerne nochmal Sachen, damit ich natürlich auch, ich sitze hier ganz oft und darf ganz viel lernen von euch weil ihr ja so wertvolle Praxiserfahrungen aber auch mit euren Ausbildungen so viel Wissen mitbringt.

00:07:24: Also Empowerment, der Sport bietet da ganz viele Bereich und Möglichkeiten Chancen.

00:07:32: Was wir brauchen ist noch ein zusätzlicher Rahmen oder noch mehr Schutzmechanismen beziehungsweise überhaupt das Hinschauen auf Institutionen.

00:07:42: wie sind die eigentlich aufgestellt?

00:07:44: Ist hier Gewalt überhaupt möglich?

00:07:45: Wie ist der Umgang mit Gewalt?

00:07:47: Und jetzt gilt es sozusagen herauszufinden welche Maßnahmen oder Rahmenbedingungen können wir schaffen Orte einfach sicherer werden.

00:07:56: Da möchte ich auch einmal ganz kurz an dieser Stelle nur auf unser neues Projekt Hinweisen von der Stiftung, weil die sich genau mit diesem Thema interpersonelle Gewalt im vor allem Spitzensport damit auseinandersetzt.

00:08:09: und das ist total spannend, weil ja ganz viele dieser Vorfälle einfach nicht sichtbar waren oder sich auch nicht getraut wurde darüber zu sprechen.

00:08:18: und ich glaube dass es so ein erster wichtiger Schritt in diesen Bereich Anlaufstellen zu schaffen, wo Menschen ohne Angst und ohne Scham darüber sprechen können.

00:08:28: Weil dann können wir es ja erst besser machen.

00:08:31: Und finde ich auch spannend dass solche Studien da auch solche Zahlen auf dem Bahn und das ist glaube ich ein super erster wichtiger Schritt sich die eigenen Strukturen einmal anzugucken

00:08:43: Das unvorstellbare für möglich halten.

00:08:46: Ich finde das ist schon mal so.

00:08:47: ein erstes also in der Bewusstseinsbildung Da habe ich erstmal noch gar nichts gemacht.

00:08:52: oder Natürlich brauchen wir jetzt Schutzkonzepte und wir brauchen eben Maßnahmen, um für mehr Schutz zu sorgen.

00:09:00: Und da gibt es auch schon ganz viele tolle Konzepte oder Vorbilder.

00:09:05: Aber letztendlich geht's wirklich darum eine Haltung einzunehmen und die Voraussetzung dieser Haltung ist, dieses unvorstellbare Vermögen überhaupt zu halten.

00:09:16: Das meine ich im Sport und natürlich in anderen Institutionen.

00:09:22: Besonders interessant wird es eben dann, wenn's drum geht.

00:09:26: Vielleicht ist das auch der eigene Trainerkollege oder die eigene Trainer-Kollegin und das kann sich ja auch immer niemand vorstellen.

00:09:33: Und dass ich diejenigen dann auch schlecht fühle so nach dem Motto Ich kann doch jetzt nicht mir vorstellen, dass er vielleicht sogar sexuell übergriffig ist oder wird.

00:09:42: Dann denke ich doch... Doch das ist nötig.

00:09:46: Heißt aber nicht, dass jetzt alle unter Generalverdacht stehen und ich jetzt mit einem nur noch mit dieser Brille durch die Gegend laufe und ins Training gehe.

00:09:56: Also das meine ich nicht damit.

00:09:57: Aber in dem Moment wo ich es mir überhaupt gar nicht vorstellen kann und denke Ich bin hier in einem sicheren Raum Ja, in der Kultur wo sowas nicht stattfindet.

00:10:06: Wir kennen uns doch alle, wir vertrauen uns alle.

00:10:10: Wir haben hier einen sicheren Ort und da ist es gar nicht nötig hinzugucken.

00:10:15: Das finde ich und damit habe ich eben – das wollte ich vorhin auch durch die Zahlen deutlich machen – dass entspricht eben nicht der Realität.

00:10:22: Und das erstmal überhaupt für sich zu spüren.

00:10:26: Was bedeutet das?

00:10:27: Dass ich mir das vorstelle!

00:10:28: Und das ist schon mal echt ein erster mutiger Schritt für mich den Ort, in dem ich selber liebe.

00:10:35: Wo ich vielleicht selber meinen Sport im Sport groß geworden bin.

00:10:38: Das überhaupt für möglich zu halten ist es ja auch menschlich sich das nicht vorstellen zu wollen weil wir natürlich immer vom positiven ausgehen wollen und Freude am Sport haben wollen und mit Spaß diese Kultur leben wollen.

00:10:52: Und der Sport ist dafür auch prädestiniert und fördert Engagement und Begeisterung und die Freude der Kinder.

00:11:00: und da passt eben erst mal gar nicht dazu womöglich auch an diese Risikoseite und an diese dunkle Seite in Anführungszeichen auch denke.

00:11:10: Aber ich finde, wer im Sport verantwortlich ist für Kinder- und Jugendliche, ist wirklich eingeladen sich das bewusst zu machen.

00:11:17: Das macht es einfach sehr hoch ist.

00:11:19: Und bei Schulklassen zum Beispiel sagt man Es sind in jeder Schulklasse zwei betroffene Kinder.

00:11:25: Und das ist natürlich eine Wahrheit die ich als Trainer dann erst mal auch oder auch als Trainer oder verantwortliche Leitung einer Sportorganisation erst mal verdauen muss und wirklich auch realisieren muss.

00:11:37: Und in dem Moment, wo ich mich das traue glaube ich ist es wirklich schon der erste Schritt ja in Rechnungsschutzmaßnahmen und auch den Mut zu haben das Thema anzusprechen.

00:11:48: Ja da sind wirklich Zahlen die machen einen total traurig umgetroffen.

00:11:53: Das muss ich jetzt einmal mal so persönlich sagen weil das sind ganz schönen Das sind natürlich erst mal Studien, aber man muss sich überlegen hinter jeder Zahl stecken ja auch Menschen und Lebensgeschichten.

00:12:05: Und egal welche Art von Gewalt ist für Betroffene unglaublich schrecklich!

00:12:16: Erfahrungen und Lebensgeschichten nach sich, wenn man davon betroffen ist.

00:12:20: Je nach Umfang natürlich aber ich finde das manchmal auch wichtig dass auch noch mal zu betonen Studien sind das eine aber dahinter stehen echte Lebensgeschichte.

00:12:30: Aber ich möchte nochmal weil dein letztes Wort war Mut glaube ich von der Sache du hattest wir hatten ja im Vorgespräch darüber gesprochen Ich hatte dich ja angefragt für das ganze Thema Kinderschutz mit als erstes in den Topf geworfen hast, hat es gesagt.

00:12:46: Ich würde das gerne viel mehr noch in Verbindung mit Empowerment thematisieren und besprechen.

00:12:53: Und das fand ich einen total interessanten Ansatz und würde dich da gerne einfach nochmal fragen wie hängen die Themen Kinderschutz, Kinderrechte und vor allem Empowerments dieses Thema Empowerement?

00:13:06: Wie hängt das für dich zusammen und warum ist das für Dich so ein wichtiges Thema?

00:13:10: Ja, vielen Dank.

00:13:11: Also sehr gerne es ist nicht getrennt zu sehen die Themen bedingen sich.

00:13:16: Kinderrechte an sich kann man natürlich jetzt erstmal formal sehen.

00:13:20: das ist der formelle gesetzliche Rahmen den wir haben.

00:13:24: die Kinderrechter sind ratifiziert und die garantieren den Kinderschutz also selbst sich.

00:13:29: kinderschutzrechte sind so strukturiert dass sie aufgeteilt sind in Schutzrechte in Beteiligungsrechte oder in Förderrechte das heißt auch Empowermentsrechte.

00:13:40: gehe, gehe ich immer von Beteiligung, Schutz und Empowerment aus.

00:13:44: Weil insbesondere die Beteilligung ist so wichtig!

00:13:47: Ich kann nur schützen wenn ich weiß wo die Gefahren sind.

00:13:51: Und woher weiß ich dass sie wo die gefahren sind?

00:13:55: Da sind eben Kinder- und Jugendliche Expertinnen ihrer selbst.

00:13:59: also das heißt Erst wenn ich sie beteilige und mich dafür interessiere, wie sie sich wohlfühlen unter welchen Bedingungen Sie sich sicher fühlen.

00:14:06: Welche Orte sie mögen und welche vielleicht auch nicht.

00:14:09: Also es können Kleinigkeiten sein zum Beispiel die Toilette im Vereinsheim, die sich nicht absperren lässt für noch ein kleines Kind oder noch nicht so kräftiges Kind mit kräftigem Fingern Und sie oder er sich nicht so gerne diese Toilette aussucht und gleichzeitig aber nicht absperren zu können ist irgendwie auch keine Option.

00:14:26: Das kriegen wir Erwachsenen normalerweise gar nicht mit, das ist vielleicht wirklich eine Kleinigkeit, aber das trägt dazu bei nach den Bedürfnissen der Kinder- und Jugendlichen den Ort des Sports wo Kinder und Jugendliche sich aufhalten auszugestalten.

00:14:41: Aber wenn ich Kinder nie frage muss sie sich wohl fühlen oder unter welchen Bedingungen sie eben eine gute Zeit haben können dann weiß ich auch gar nicht wie ich schützen kann.

00:14:51: Also Beteiligung ist es A und O, wenn ich Kinderschützen schützen möchte.

00:14:57: Natürlich sind die Erwachsenen verantwortlich für den Kinderschutz – das bleiben sie auch – und trotzdem, wenn nicht nur dass in die Hände von Erwachsenden lege dann ist es zu paternalistisch.

00:15:08: Das heißt wieder die Erwachsene wissen was gut für Kinder ist.

00:15:13: natürlich sind sie verantwortliche für Kinderschutze.

00:15:15: Es ist gar keine Frage und trotzdem kann der nur gelingen wenn Kinder einbezogen werden.

00:15:22: Der Empowermentgedanke ist, dass die Kinder ihre Rechte überhaupt erst mal wissen.

00:15:27: Also Kinderrechte sind zwar im Gesetz verankert aber die wenigsten wissen darüber.

00:15:31: da hat der Sport sicher auch eine edukative Aufgabe und Funktion im Sinne von Kinder darüber aufzuklären und nicht nur vielleicht, man hängt die Kinderrechte an die Wand vom Vereinsheim oder von der Umkleide sondern auch immer wieder zum Leben zu erwecken und zu moderieren.

00:15:46: Und aus der Situation heraus und das meint eben diesen Empowerment Gedanken Situation herzunehmen wo vielleicht Ungerechtigkeiten stattgefunden haben und sie mit den Kindern im Spiegel ihrer Kinderrechter auch zu besprechen und dann Sprache und Beispiele dafür zu geben.

00:16:05: Aber die große Herausforderung besteht ja eigentlich immer, wie kriegen wir das lebbar im Alltag?

00:16:11: Also hast du irgendwie so ein Beispiel.

00:16:13: also von wegen nehmt euch eine Stunde mit den Kids und macht deine Besprechungen.

00:16:18: oder was würdest du jetzt Menschen mit an die Hand geben?

00:16:21: Wie starte ich mit diesem großen Thema?

00:16:23: Wow!

00:16:24: Das ist eine große Frage,

00:16:25: ne?!

00:16:26: Ja, das ist wirklich eine große.

00:16:28: Ich sage mal so, man bekommt auf den Eindruck okay da gibt es jetzt schon Maßnahmenlisten.

00:16:36: So Checklisten also wir brauchen bei der Personaleinstellung auf jeden Fall ein erweitertes Führungszeugnuss.

00:16:42: dann braucht man eine Selbstverpflichtungserklärung Dann sollen wir den Kinderschutz und die Kinderrechte mit in die Satzung aufnehmen.

00:16:53: entwickeln wir mit den Kindern eigene Werte.

00:16:56: Dann macht man vielleicht eine Ampelübung mit den Kinder, wo sie mitteilen können was ihnen angenehm ist oder unter welchen Bedingungen sich sicher fühlen bis hin zu wirklich konkreten Besprechungen.

00:17:09: welche Handlungen sind in Ordnung?

00:17:10: Zum Beispiel nach einem Sieg eine ermutigendes Schulterklopfen oder einen in Arm nehmen vor Freude oder womöglich sogar ein Küsschen auf die Wange und das mit den grün.

00:17:23: oder es ist nicht in Ordnung, rot und sie da selbst mit sie beteiligen und sich entscheiden zu lassen.

00:17:31: Das sind Maßnahmen die kann man durchführen.

00:17:33: und trotzdem das allerwichtigste ist in erster Linie die Haltung und eine bewusste Entscheidung.

00:17:39: der organisationale Entscheidung und die kann nun mal nur die Führung und der Vorstand treffen sich für Kinderschutz auszusprechen.

00:17:47: Und da hat er eigentlich ehrlich gesagt auch keine Wahl, weil wie gesagt während der Kinder- und Jugendhilfe unterwegs ist, verpflichtet sich für kinderschutzverantwortlich zu zeigen.

00:17:57: Also sprich jetzt ist ohne Leitung geht es nicht und das ist sagen wir mal der optimale Weg dass die Leitung Verantwortung übernimmt und sagt Wir machen uns jetzt stark für Kindeschutz und wir wollen für Rahmenbedingungen sorgen damit Kinder hier so sicher wie möglich sich nach ihren Bedürfnissen Altersgerecht respektvoll entwickeln können.

00:18:17: Und darauf haben Kinder auch ein Recht, da bin ich jetzt wieder bei den Kinderrechten.

00:18:22: Die Leitung ist in der Verantwortung.

00:18:25: und dann geht es darum wirklich innerhalb der Struktur zu gucken, organisational, wer ist in welcher Rolle mit welche Aufgabe?

00:18:32: Da ist natürlich jeder Verein Organisationen letztendlich anders strukturiert.

00:18:38: Das bedeutet aber auch, dass ich jetzt nicht nur die Rollen und Funktionen innerhalb des Vereins mir angucke sondern das sind wir wieder bei dem Thema Partizipation und Beteiligung auch die Eltern mit reinnehmen und alle letztendlichen alle die in der Organisation auftauchen oder dann ein eigenes Interesse haben bis hin zum Hausmeister externe KooperationspartnerInnen, die auch immer wieder mal Gast im Haus sind und da auch Leben und Kultur gestalten.

00:19:07: Also das ist vielleicht ein bisschen unbefriedigend weil es eben keine einfache Antwort darauf gibt.

00:19:13: Es ist eine große Aufgabe aber es lohnt sich auf jeden Fall den ersten Schritt zu machen.

00:19:17: Vorhin habe ich gesagt dass Unvorstellbare für möglich zu halten.

00:19:20: und wenn die Leitung sagt okay Ja, doch es ist eine echte Realität und wir haben dann eine große Verantwortung.

00:19:28: Und wir machen uns auf den Weg und ich gucke mal welche Strukturen wir haben, welche Arbeitsgruppen.

00:19:35: vielleicht gibt's Untergruppen die sich jetzt erstmal damit beschäftigen?

00:19:38: Wer ist sinnvoll da mit reinzunehmen?

00:19:40: eben dass es interdisziplinär beziehungsweise die in alle Interessensgruppen mit beteiligt sind insbesondere eben auch die Kinder.

00:19:48: Kinder und Jugendlichen die gehören damit rein Ja, Punkt.

00:19:53: Also das ist jetzt nicht befriedigend aber weil es so viel.

00:19:57: Aber vielleicht kommen wir später noch mal ein bisschen besser drauf.

00:20:01: Das ist ja auch etwas was wir immer wieder verstellen... Es gibt ja bei diesen sozialen Phänomen nicht die eine passende Antwort.

00:20:11: Und deswegen ist ja auch, glaube ich, soziale Arbeit zum Beispiel eine richtige Ausbildung.

00:20:17: Das kann man nicht einfach so, weil man braucht immer den großen, weiten Blick und es gibt nicht die Schablone, die von A nach B nach C schiebe, weil jede Situation mit anderen Menschen anders ist.

00:20:27: Wie du auch schon sagst – die Strukturen vor allen Dingen in unserem Themenfeld.

00:20:30: Wir haben da Einrichtungen aus der sozialen Arbeit Sport und Bewegung mit reinnehmen, dann haben wir Sportvereine die ganz anders aufgestellt sind.

00:20:39: Dann haben wir Ehrenamt-Hauptangt, dann habe wir Sportwissenschaftler, wir haben Sozialpädagogin also da haben wir Lehramtsstudenten mit dabei in unseren Themenfeld.

00:20:49: also.

00:20:49: von daher ist das ja glaube ich einfach auch wiederum ein Ergebnis.

00:20:55: man kann es nicht anpassen oder allgemein formulieren.

00:20:59: Ich finde aber den Punkt total spannend zu sagen so wir beschäftigen uns mal mit dem Alltag, so wie wir ihn immer leben und guck mal genau hin fühlen sich eigentlich mit diesen Strukturen die irgendwann mal so gewachsen sind überhaupt alle mit wohl?

00:21:13: ne ja so gerade wie du schon sagst ne dieses... auf die Schulter klopfen oder so, ist das eigentlich... Also erleben alle dann auch als wertschätzend für einen Sieg?

00:21:24: Oder ist es eigentlich für Menschen unangenehm.

00:21:27: Ja und ich glaube diese kritische Sicht ja als Sportverein oder auch Vereine die sich vielleicht da noch nicht so viel mit beschäftigt haben würdest du denn empfehlen sich da auch externe Hilfe zu holen weil das ja schon ein Riesen-Batzen ist.

00:21:41: an Themen die man sich da dann angucken muss kriegt man immer auch die externe Brille hin?

00:21:49: Oder gibt es da andere noch Hilfestellungen, die wir heute so mitgeben können.

00:21:54: Wie fange ich eigentlich an damit?

00:21:56: Also wie gesagt erst mal braucht's die Entscheidung der Führung.

00:21:59: und genau da wirklich jetzt... alle mit reinzunehmen und zu gucken, wer gehört da?

00:22:05: Wie erreiche ich die?

00:22:06: welche Impfstoffstruktur haben wir schon wo Entscheidungen getroffen werden.

00:22:10: Und die am besten zu nützen das ist erstmal eine Mammut Aufgabe insbesondere auch falls jetzt Beteiligungskonzepte in Sportvereinen.

00:22:18: Ich weiß nicht in der Kinder- und Jugendhilfe sind Beteiltigungskonzepte wahrscheinlich eher bekannt.

00:22:23: Kinder zu fragen und Teilhaben Projekte so zu gestalten nach ihren Interessen zu gestalten ist er bekannt, aber im Sportverein vielleicht eher noch nicht.

00:22:34: Und da muss ich natürlich erst mal so ein bisschen üben und da ist es auch toll wenn ich mir Hilfe von außen hole.

00:22:41: und da gibt's tolle Expertinnen, es gibt auch Kinderrechte, Büros in manchen Städten die da ganz tolle Konzepte haben und die das sicher auch transformieren können auf den Sport und übertragen können.

00:22:53: also das würde ich auf jeden Fall empfehlen.

00:22:55: Aber wie gesagt erstmal die interne Entscheidung zu gucken, okay wir machen uns jetzt auf den Weg für ein Kinderschutzkonzept und das Wort leider ist so ein bisschen irreführend.

00:23:05: Das ist eigentlich auch falsch weil ein kinderschutz Konzept und da komme ich wieder so ein bissel zu dem Thema von vorhin es sind nämlich nicht nur Maßnahmen Einzelmaßnahmen die ich irgendwie abhaken kann.

00:23:16: Die sind schon auch wichtig.

00:23:18: aber das allein ist es nicht sondern wie gesagt das ist die Haltung und Es ist eine organisationale Entscheidung Und die ist auch nicht irgendwann mal abgehakt sondern das ist ein kontinuierlicher Lernprozess.

00:23:27: also Wir haben ja den Bogen Kinderschutz, Kinderrechte und Empowerment.

00:23:32: Und so ist es letztendlich auch was die Kinderschutzkonzeptarbeit angeht.

00:23:37: Wir sprechen hier von Schutzkonzepten oder DSSB und die DSR haben sich da jetzt auf den Weg gemacht und haben Stufenpläne entwickelt.

00:23:44: Es gibt schon Beispiele eben für Kinder bzw.

00:23:47: für Schutzkonzepte.

00:23:49: Da denken wir in Asselinie an Prävention.

00:23:53: Eben dass das erst gar nicht soweit kommt!

00:23:56: das Gewalt ausgeübt wird.

00:23:57: Und aber das Kinder- oder der Schutzkonzept an sich ist ein falsches Wort, also es ist kein Konzept eben mit den Maßnahmen die ich irgendwie abhagen kann, sondern es ist ein Prozess.

00:24:07: Es sind organisationaler Prozesse und zu diesem Prozess gehört erst, gehört die Prävention, es gehört die Intervention ,es gehört die Aufarbeitung.

00:24:15: Das sind die Herzstücke wenn ich dass ich überhaupt von dem Schutzkoncept sprechen kann.

00:24:21: Und Voraussetzung, dass ich mich auf den Weg mache und zwar vorhin auch deine Frage ist, dass sich erstmal in die Risikoanalyse gehe.

00:24:27: Also aus den jeweiligen Perspektiven der Leitung, der TrainerInnen, der Kinder- und Jugendlichen, der Erwachsenen, sprich die Eltern – wirklich die Gesamtorganisationale Struktur zu analysieren und nach Gefahrensituationen abzuleuchten.

00:24:48: Und dafür Lösungen zu finden, in den Dialog zu treten.

00:24:53: Also wie ist die umkleide Situation?

00:24:57: mit Duschen.

00:24:57: Inzwischen ist es im Sport total klar, dass gemeinsames Duschen mit dem Trainer oder der Trainerin ein absolutes Tabu ist.

00:25:06: aber natürlich hat der Trainer oder die Trainerin auch das Interesse zu gucken, dass in der Dusche kein Quatsch gemacht wird.

00:25:12: da kann er wiederum auch Gewalt unter Kindern Abwertungen, das muss ja nicht immer gleich Gewalt sein.

00:25:19: Aber Beleidigungen, gerade was Körperlichkeit angeht, was Geschlechtlichkeit angehnt, wenn die in der Entwicklung sind dann lassen sie sich auch mal... Ja, zu abwändigen Bemerkungen hinzureißen in der Dusche Situation.

00:25:35: Wo dann auch ja keine Intimität kein Platz für Intimitet ist.

00:25:38: und oft sind die Duschen es gibt keine Einzelkabinen das natürlich auch eine Realität.

00:25:42: Und dass mit den Kinder- und Jugendlichen mal zu besprechen und sagen geht's euch eigentlich in der dusche?

00:25:46: mir als Trainer ist klar Ich gehe nicht mit duschen aber wie kann ich Für euer Wohler gehen sorgen?

00:25:51: und wie gehts euch eigentlich ins ohne Situation?

00:25:54: Wie können wir dafür sorgen dass keine Beleidigungen Auch oder Übergriffe, womöglich.

00:26:01: Oder Mutrituale die auch sehr beliebt sind unter Jugendlichen.

00:26:06: Wow jetzt guck mal wie lang du kalt oder heiß duschen kannst?

00:26:09: Oder wie lange du dieses Auto jenes schaffst?

00:26:12: Das sind ja manchmal so Mutproben um auch sozialisiert zu werden und anerkannt zu werden in der Koppel im Team Und das gehört ein Stück weit zur jugendlichen Entwicklung.

00:26:23: Umso wichtiger ist es aber, dass im Sportumfeld jemand ist der das begleitet und ganz klar auch Haltung bezieht und sagt nein!

00:26:30: Das ist eine klare Grenzverletzung und da müssen wir regel- und verhaltensweisen entwickeln und zwar gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen damit da einen Schutz und Wohlbefinden garantiert.

00:26:41: Das war jetzt ein Beispiel.

00:26:45: Das war super, weil das hat es mir sehr vor Augen geführt und ich musste direkt auch selber in so eine persönliche Situation denken und dachte mir so ja im Jugendalter irgendwie so Schwimmunterricht in so einer Kabine kann auch total schambehaftet sein.

00:27:02: Und da habe ich gerade überlegt an meiner eigenen Erfahrung Ich hatte eigentlich gar keine Möglichkeit gehabt mich irgendwie also erstens was anzusprechen Die Lehrkraft sich da auch nicht bemüht hat, da eine gute Beziehung irgendwie aufzubauen oder ähnliches.

00:27:16: Also ich hatte auch glaube ich gar keine Anlaufstelle gehabt und es hätte auch einfach überhaupt gar keine Möglichkeit gegeben.

00:27:22: also keine separate Umkleide.

00:27:25: ja

00:27:26: und das ist Und das ist ja eigentlich relativ, ich sage jetzt mal so natürlich die ganzen Sportstätten umzubauen.

00:27:32: Ist natürlich auch ein Mamut-Projekt aber da sind hier eigentlich so kleine Kniffe, die ja schon vielleicht Menschen helfen würden damit sie sich einfach wohler auffühlen mit solchen umkleiden Duschssituationen.

00:27:43: Nee also mir hat das Beispiel sehr geholfen das zu verstehen was wir uns da eigentlich angucken müssen Spannend.

00:27:50: Du hattest ja auch die drei Punkte angesprochen, Prävention, Intervention und Aufarbeitung.

00:27:57: Prävenzion, genau da wird... Da passiert glaube ich gerade ganz viel was super wichtig ist.

00:28:02: Könntest du noch mal ein bisschen etwas zu Intervention oder Aufarbeitungen sagen?

00:28:05: Einfach dass wir nochmal das so ein bisschen einordnen können.

00:28:08: warum braucht es diesen Dreiklang?

00:28:12: Ja, also wie gesagt prävention eben mit der Risikoanalyse wo ich ja jetzt gerade auch das Beispiel genannt habe, also mit den Kindern sich auf dem Weg zu machen.

00:28:21: Wo sind die Risikosituationen?

00:28:24: und dann kann ich erst einschätzen was am präventiven Maßnahmen überhaupt nötig ist?

00:28:28: Also der Schlüssel, der dann auch mal wieder sich drehen lässt einfach dadurch dass ich das Schloss öle damit die Kinder die Toilette zusperren können oder durch Situationen zu besprechen oder wertschätzende Rituale an Körperkontakt oder Hilfestellungen während einer Sportlichen Übungen, welche in Ordnung sind, welche nicht.

00:28:49: Wie viel Schmerz bin ich bereit auszuhalten oder habe ich ihn recht hinein zu sagen?

00:28:53: Also das sind ja auch diese klassischen präventiven Elemente die Kinder und Jugendliche eigentlich mit denen sie aufwachsen sollten und die Sie durch Erwachsene immer wieder auch kommuniziert bekommen sollten.

00:29:07: Du hast einen Recht hineinzusagen du hast ein Recht über dein Körper zu bestimmen.

00:29:11: Trau deinen Gefühlen!

00:29:14: Du kannst dir Hilfe holen, vertraut dich Erwachsenen an.

00:29:17: Du musst keine Geheimnisse für dich behalten.

00:29:20: Das geht auch wieder in die Richtung der Kinder- und Jugendrechte.

00:29:25: Da geht es dann letztendlich auch um Wertebildung.

00:29:29: Also was wir beim Forteborn Campus machen das TrainerInnen mit den kinder- und jugendlichen Werte gemeinsam entwickeln konkret zu besprechen, wenn der Wert jetzt zum Beispiel Respekt ist was das konkret bedeutet.

00:29:45: Und wenn jetzt vielleicht ein Kind sagt mir ich möchte nicht über Schmerzen gehen und ich möchte Nein sagen und ich Möchte dass du das respektierst dann erlebt sie und dann bietet er Sport in dem Moment so eine wertvolle Chance wirklich Wertebildung und Bedürfnis Orientierung und Kinderrechte tatsächlich zu leben mit den Kindern mit Unterbegleitung eben von Erwachsenen, da eben wertesensibel und bedürfnisorientiert unterwegs zu sein.

00:30:14: Das war jetzt nochmal so ein Bogen zur Prävention.

00:30:19: Und die Intervention ist dann eine Handlungssicherheit zu entwickeln, konkret zu wissen was mache ich in einem Verdachtsfall oder schon im klaren Fall wo Grenzüberschreitungen stattgefunden haben?

00:30:32: Das heißt, da gibt es eben auch Ablaufschemen wie ich innerhalb der Struktur vorzugehen habe bei Verdachtsfall.

00:30:41: Wer mit einbezogen wird, wann die Leitungen... Einbezogen wird, wann eine externe Fachkraft einbezogen werden soll.

00:30:49: Es gibt im Kinderschutzbeauftragte oft innerhalb des Vereins aber und das beantwortet vielleicht auch nochmal deine Frage von vorhin Wann ist es sinnvoll auch jemanden von außen mit dazu zu nehmen?

00:31:00: In so einem Fall wo eine Grenze überschreitung im Raum steht, würde ich immer eine externe Person wieder zunehmen eben so wie du auch schon angesprochen hast.

00:31:09: Weil die den also nicht involviert ist in die organisationalen Strukturen und auch nicht unter Loyalitätskonflikten womöglich sich damit reinziehen lässt sondern da einen fachlichen klaren Blick von außen mitbringt was es unbedingt braucht weil Gewaltdynamiken und Übergriffe sind immer hochkomplex und sollen und müssen aus der jeweiligen Perspektive, der Beteiligten betrachtet werden.

00:31:34: Und das macht es einfach auch nötig, dass aus jeder Perspektives auch jemand mit dabei ist, der das jeweilige Interesse auch mit wahrnimmt ernst nimmt und vertritt.

00:31:46: in dem Moment wo sich eine Jugendliche oder ein Kind anvertraut im Sportkontext bin ich als diejenige der das Vertrauen geschenkt wird Natürlich in erster Linie erstmal für dieses Kind oder für diese Junge, für die Jugendliche.

00:32:00: Oder auch für den Jugendlichen verantwortlich und für genau diese Situation die Betroffene oder den Betroffenen ernst zu nehmen.

00:32:08: Sich dafür zu bedanken dass er oder sie eben sich anvertraut hat und dann eben für das Wohl ergehen erst mal in der Situation und für Sicherheit zu sorgen weil es erfordert immer sehr viel Mut auf dem Kinder- und Jugendlichen sich da an zu vertrauen und das unvorstellbare auch auszusprechen.

00:32:28: Es liegt ja in der Natur der Gewaltdynamik, dass ein Sprechverbot auch oft ausgesprochen wird.

00:32:33: Das ist unser Geheimnis, so darfst du darüber nicht sprechen.

00:32:35: Ich glaube dir sowieso niemand.

00:32:38: Und wenn du das sagst, dann werden deine Eltern total traurig weil die haben voll auf dich gesetzt.

00:32:43: Du bist eine Leistungsträgerin jetzt in dem Kader und dann verbaust du dir auch deine eigene Karriere.

00:32:49: Dann wäre ich vielleicht rausgeschmissen um.

00:32:50: der Verein hat nicht mehr... also du weißt ja ich bin der beste Trainer oder auch die beste Trainerin.

00:32:56: Ich genieße hohes Ansehen Und auch aufgrund dieser Stellung glaubt ja sowieso niemand, weil die können echt nicht hier auf mich verzichten.

00:33:06: Also das sind ja Dinge ... Die denke ich mir jetzt nicht aus.

00:33:09: Es sind noch Beispiele, da gibt es noch viele mehr Dross-Szenarien, die ja auch nicht irgendwie ausgedacht sind, sondern real sind.

00:33:17: Also Trainer und Trainerinnen mit einer hohen Fachkompetenz in ihrer Sportdisziplin genießen natürlich auch eine hohe ... gewisse hohe Loyalitätssicherheit.

00:33:33: Und dann merken wir auch, dass es auch innerhalb des Vereins und der TrainerInnen schwerer fällt – das macht man dann vielleicht auch unbewusst -, da genauer hinzugucken oder dann auch mal lieber wenn man vielleicht doch so ein kleines Signal von einer Kranzüberschreitung wahrgenommen hat, dann doch mal lieber wegzugucken weil man selber nicht – und das ist immer wieder im Anfang unseres Gespräches für möglich halten möchte Und weil natürlich die Macht Asymetrien dadurch auch gegeben sind, wenn jemand eine sehr hohe fachliche Qualität und Expertise mitbringt.

00:34:10: Hat dann einfach mehr Macht!

00:34:12: Da gilt es eben auch hinzugucken – da bin ich nochmal eher wieder bei dem Thema Transvention Und das ist immer eine Aufgabe, eine organisationale Aufgabe.

00:34:22: Sich immer wieder macht bewusst die Organisation anzuschauen und deswegen ist es auch so wichtig, die Kinderrechte zu stärken weil es ein natürliches Machtgefälle gibt zwischen Kindern und Jugendlichen.

00:34:35: Genau.

00:34:35: Kinder

00:34:35: und Erwachsenen ja voll!

00:34:38: Ja

00:34:38: genau da hätte ich auch tatsächlich so ein Beispiel oder verstehe ich auch total.

00:34:42: das Dilemma war hier vor allem auch der organisierte Sport durch Ehren, also auf Ehrenamt angewiesen ist.

00:34:50: Da verhält sich jemand komisch.

00:34:51: aber man weiß okay wenn wir da jetzt irgendwie dieses Rad los treten dann fällt uns dieser Trainer weg oder die Trainerin die total wichtig ist und auch das Training sich hier so engagiert und so einsetzen.

00:35:03: Also das ist ja auch Teil der Realität.

00:35:07: wie geht man damit sowas um?

00:35:09: Das stelle ich mir auch schwierig vor.

00:35:11: Aber es ist trotzdem wichtig da dann den Schutz an erster Stelle zu stellen und das dann zu priorisieren, um auch die unangenehmen Wege zu gehen.

00:35:27: Deswegen wünschen wir uns ja auch so, so dringend diese Kooperation zwischen sozialer Arbeit und organisierter Sport.

00:35:33: Weil die soziale Arbeit ja diese ganzen Mechanismen in vielen, vielen Bereichen ja schon super gut ausgebaut hat mit kollegialer Fachberatung und Supervision und Meldungen bei Verdachtsfällen usw.

00:35:45: Da gibt es ja schon ganz viele tolle und auch bewährte Mechanisminnen abfolgen.

00:35:52: Und da ist auch die sozialere Arbeit oft sehr gewollt.

00:35:56: das auch zu teilen, die Erfahrungen und da auch zu unterstützen ist ja Teil des Jobs.

00:36:01: Und da kann sich auf jeden Fall der organisierte Sport also das wäre zumindest so ein großer Wunsch von uns, dass wir uns dazu samtun damit die nicht wieder dieses ganze Feld von vorne für sich irgendwie neue erarbeiten müssen sondern vielleicht so ein bisschen natürlich.

00:36:14: man muss es dann immer auf die eigenen Strukturen umminzen aber da so die Erfahrung der sozialen Arbeit einfach mitnimmt und das passiert glaube ich schon jetzt zunehmend und das eigentlich total großartig wohl das Thema sehr bedrückend und natürlich auch ein sehr schweres Thema ist, aber sehr wichtig dass wir diese Mechanismen und diese Strukturen etabliern.

00:36:35: Auch im organisierten Sport ja?

00:36:38: Absolut!

00:36:39: Und es ist nicht so, dass da noch gar nichts passiert ist sondern im Gegenteil.

00:36:41: also da ist schon ganz viel Bewusstsein da und ganz viele Maßnahmen-Schutzkonzepte Sport, Selbstbordberatungsstellen die jetzt auch etabliert wurden.

00:36:55: Also da gibt es schon ganz viel.

00:36:56: und trotzdem Kinderschutz ist ja auch wie ich auch schon gesagt habe nie abgeschlossen.

00:37:01: Und in dem Moment wo ich mich als kleine Organisation verstehe und das sollte der Sport eben tun und das tut er ja auch schon dann bin ich immer im Kreislauf noch besser zu werden und natürlich Eine große Herausforderung, wenn ich jetzt auf einem Leistungsträger eines Trainers oder einer Trainerin verzichten muss und damit womöglich der Kadererfolg in Frage steht.

00:37:26: Und trotzdem darf es keine Frage sein dass ich den Kinderschutz- und Gewaltschutz hintanstehe.

00:37:36: Die Aufarbeitung gehört auch in das Gesamtkonzept des Kinderschutzkonzeptes, der Kinderschütz- oder Schutzarbeit.

00:37:44: Aufarbeitung bedeutet immer, dass ich eben eine lernte Organisation bin und aus den Fehlern auch lerne.

00:37:51: Und nicht nur mich rechtfertige und vielleicht auch kleiner mache als es ist oder kleinste Maßnahmen vornehme sondern wirklich sage wie konnte das aufgrund unserer Strukturen insgesamt möglich sein, dass diese Übergriff stattgefunden hat?

00:38:11: aus der Ausarbeitung, die Aufarbeitung ist Voraussetzung dafür dass ich aus den Fehlern lerne.

00:38:18: Da ist es auch grundsätzlich eine Frage wie ist denn die Fehlerkultur bei uns?

00:38:22: Wie sind die Besprechbarkeit von Fehleren gerade im Sport?

00:38:26: Ist die Kultur Fehler zu machen, natürlich eher so die auszumehrenzen.

00:38:34: Fehler sollten ja eigentlich nicht sein.

00:38:35: aber natürlich man übt auch seine Fähigkeiten und Fertigkeiten und das sollte eigentlich auch zu viel Kultur gehören.

00:38:44: Das hat mich damals echt versagt und da hatten Kind jetzt Übergriffe erlebt und es darf einfach nicht mehr passieren.

00:38:52: und komm lass uns zusammensetzen also nicht alle total verschreckt zahlen und sagen oh Gott Es hilft irgendwie niemanden, sondern eher zu sagen, die kommt lasst uns besser werden.

00:39:03: und wobei jetzt genau der Hebel, wo wir alle in der Verantwortung sind.

00:39:08: Dass das wir besser werden oder nicht mit dem Finger vielleicht auf den Schuldigen zeigen, auf den Einzelnen, der da vielleicht nicht den Mut hatte noch genauer hinzugucken

00:39:17: Ja, das mit der Federkultur finde ich total spannend.

00:39:19: Weil eigentlich könnten wir uns ja das Training vom Sport da so ein bisschen als Vorbild nehmen weil... Ich mache auch einen... Ich will einen Salto üben zum Beispiel und dann klappt es nicht Und dann mach' ich's nochmal und dann mach´s noch mal und dann veränder ich das und dann frage ich nochmal eine andere Person Wie hast du das denn gemacht?

00:39:37: Kannst du mir das nicht nochmal zeigen?

00:39:39: und können wir nicht gemeinsam überlegen wie ich mich da verbessern kann?

00:39:42: Also dieses immer wiederholen finde ich spannend.

00:39:47: Das Training an sich, diese Fehlerkultur total erlaubt oder Teil des Ganzen ist.

00:39:54: Damit man auch erfolgreich ist und wir müssen ja eigentlich das den Salto üben sozusagen in der Organisation im Verein üben da einfach mit bestimmten Mustern die zu verändern neu auszuprobieren, anzupassen, Fragestellungen, Hilfestellung, Reflektion Und dann schafft man auch den Salto vielleicht in der Organisation oder im Verein.

00:40:16: Das ist ja eigentlich... Ja, kann man sich davon abgucken ne?

00:40:22: Absolut!

00:40:22: Insofern, der Sport bringt so viel auf positive Voraussetzungen mit das ich finde es kann sehr gut gelingen.

00:40:30: Sehr, sehr gut mit ein bisschen mehr Bewusstsein und Mut die Dinge auch für möglich zu halten und anzugehen.

00:40:38: Deswegen auch nochmal der Hinweis, es soll eben kein Add-on sein mit dem Nachmaßnahmenkatalog.

00:40:44: Sondern die Sportverantwortlichen sollten verstehen dass das die Kultur des Sports diese Grenzen ausloten und auszuprobieren.

00:40:55: Das ist genau deswegen die Gelegenheit gibt sich über Grenzen Gedanken zu machen.

00:41:01: in einem anderen Feld habe ich das ja gar nicht.

00:41:03: also wenn ich jetzt von einem klassischen Jugendzentrum ausgehe da gibt's jetzt die Körperlichkeit nicht oder Schmerzen mal auszuhalten.

00:41:11: Da gibt es nicht so viele Gelegenheiten, aus der Situation heraus, aus dem Übungs-Kontext, aus den Spielkontexten, aus seinen Gemeinschaftskontext heraus wirklich auch solche Fragestellungen im Alltag sich bewusst zu machen und mit den Kindern und Jugendlichen direkt auch zu besprechen.

00:41:31: Das bietet das Sport und insofern bringt er gleichzeitig bei aller Gefahr und Risiko natürlich, dass es zu übergriffen kommt.

00:41:39: Aber auch die Chance jeden Tag mit den Kindern und Jugendlichen darüber zu sprechen oder sie darin zu begleiten und Vorbild zu sein, Grenzwarn zu sein Wertbewusstsein und mit ihnen da in den Dialog zu kommen und sie beteiligen zu lassen.

00:41:56: Und damit eine wunderbare kindgerechte, bedürfnisorientierte und wertorientierte Kultur zu etablieren mit den Kindern zusammen.

00:42:03: Weil Sie sind Experten und Expertinnen Ihrer selbst und wissen das so gut selber.

00:42:08: Das macht dann auch viel Spaß, weil es auf den Sport zu Ihrem Widerwerden zu lassen und vielleicht auch mal zu schmunzeln welche Wahrnehmungen und Realitäten Sie da manchmal an den Tag legen, die ja auch witzig sein können?

00:42:24: Ja, total.

00:42:25: Und ich finde das ja auch irgendwie unser Themenfeld ist so spannend und bringt so Gutes aus beiden Seiten mit aus der sozialen Arbeit aber auch so aus dem Sportbewegungskontext.

00:42:36: Und da auch noch mal Gänse.

00:42:37: gestern war ich ja selber in einem Workshop von unserem Fachtag und da hatte Olaf Zajong mit dem mich hier auch schonmal einen Podcast gemacht, hat eine Übung angeleitet.

00:42:48: Da ging es auch so ein bisschen um dieses ganze Thema den Körper mitzudenken und das ist so ein Lernfeld weil du kannst natürlich Distanz Was ist eigentlich mein eigener Schutzrahmen und wie viel Abstand brauche ich eigentlich zu Menschen?

00:43:02: Natürlich kannst du das per PowerPoint Präsentation an die Wand werfen, aber wenn du eine Übung machst und dass das einfach mal spürst in den Körper mal mitnimmst.

00:43:11: Das sind so Erfahrungen und das auch ein bisschen dadurch zu diskutieren, wie es eigentlich der körperliche Umgang miteinander und wo es vielleicht dann auch meine Distanz Deine Distanz ist eine ganz andere als meine und dadurch ins Gespräch zu kommen.

00:43:26: Ich finde, dass es auf jeden Fall noch so diesen Körper und die Bewegung mitzudenken vor allem auch in der sozialen Arbeit als Ressource um Gespräche zu führen ja ist noch komplett viel zu wenig genutzt meiner Meinung nach und ich bin total gespannt was da noch so in Zukunft auf uns wartet.

00:43:47: Stichwort.

00:43:48: Gibt es noch irgendwas zu den Punkten, die wir gerade besprochen haben, die du noch ergänzen wollen würdest?

00:43:54: Ansonsten würde ich dich einmal fragen was wünscht ihr dir für die Zukunft?

00:43:58: aber du nix?

00:43:58: Du möchtest das noch kurz.

00:43:59: was ergänzend?

00:44:00: Wow

00:44:00: ja nein!

00:44:03: Ich hätte jetzt eigentlich ein Zettel geschrieben müssen, dass mir alles nicht gesagt ist.

00:44:08: also wie gesagt es ist ein komplexes Feld und wichtigstens die Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen in ihren Interessen.

00:44:16: Und auf Beteiligung zu setzen, ich glaube dann kann schon sehr viel gelingen.

00:44:22: In den Situationen wo sich Kinder um Jugendliche anvertrauen wirklich auch nicht im Panik zu geraten sondern erst mal so auch das positivzusehen Auch innerhalb der Organisation zu sehen Menschen wie sie in der Organisation Wo wir Personal haben oder Mitarbeitende Die Kinder Einladen in der Anführungszeichen, also wo sich Kinder anvertrauen.

00:44:43: Sich trauen, sich an zu vertrauen.

00:44:45: Also das ist wirklich richtig wichtig und das sage ich auch immer denjenigen die unzufrieden sind nach so einer Situation dass sie da vielleicht nicht adäquat gleich gehandelt haben und nicht gleich wussten was sie tun können und wie sie helfen können oder erst mal in ihrer Hilflosigkeit verharrt sind.

00:45:06: Und das sage ich dann immer, erstens ist es total normal und man kann nicht immer gleich alles wissen und dazu braucht eben ganz viele.

00:45:13: und da habe ich ja wiederhole ich nochmal eben dass es wichtig ist einfach von extern sich noch mal Hilfe zu holen und dass ich aber an selbstbewusstsein auch dafür entwickle dass ich jemand bin die vertrauenswürdig ist.

00:45:28: und das ist so ein großer großes geschenk für die Kinder und Jugendlichen.

00:45:32: Und viele sehen das in der Organisation an gar nicht sagen, oh je da ist jetzt was passiert.

00:45:36: Ja!

00:45:36: Das ist aus der Perspektive der Organisation.

00:45:39: Das wird das Kind auch schlimm.

00:45:40: und trotzdem haben wir hier mit der Mitarbeiterin oder mit dem Mitarbeiter oder mit der Trainerin oder dem Trainer jemanden, der vertrauenswürdig ist.

00:45:50: In der Lage dann auch wenn man wieder bei der Intervention sind zu gucken wie es in die Abläufe jetzt ist, wen habe ich jetzt anzurufen?

00:46:00: Wie ist die Dokumentationspflicht?

00:46:03: Wie gucke ich das Kind, je nach Fall natürlich.

00:46:06: Das vielleicht auch noch ein wichtiger Hinweis gibt eben nicht die klare Verfahrensweise nach einer Grenzüberschreitung sondern es kommt immer wahnsinnig auf so viele Details an.

00:46:18: also wer ist derjenige der die Grenze überschritten hat?

00:46:21: wie lange dauert's schon an?

00:46:23: Wie alt ist das Kind?

00:46:26: Welche Möglichkeiten gibt es, dass die Wahrnehmung vielleicht auch unterschiedlich interpretiert wird und so weiter?

00:46:33: Also da muss man wirklich sehr diese Erwartungen... Da gibt's einen Ereignis.

00:46:40: Und dann muss sich nach Plan B handeln.

00:46:42: Die kann man nicht erfüllen heißt aber nicht das die Organisationen nicht diese Pläne trotzdem als Hilfestellung, als Orientierung, als Sicherheit für das Team und für die Gesamtorganisation zur Verfügung stellt.

00:46:54: Genau!

00:46:55: Das nehmen wir auf jeden Fall heute mit.

00:46:57: Das sind schon mal ganz, ganz tolle Ansatzpunkte wie man sich auf dem Weg machen kann Kinder zu schützen ihre Rechte zu stärken und vor allen Dingen sie zu empowern wenn es ja Situation oder Strukturen gibt die dann noch nicht so hilfreich sind, sich da auch nochmal genau das die eigene Organisation anzuschauen.

00:47:17: Da sich zu informieren, sich zusammenzusetzen und ins Gespräch zu gehen Hilfe zu holen wenn man mit dem Prozess selber nicht weiter kommt.

00:47:26: Das sind ja schon mal ganz ganz viele Ideen, die hoffentlich heute Ja auch ein paar Vereinen oder Einrichtungen nochmal helfen werden da dieses Thema anzugehen oder das Mal wieder ins Bewusstsein zu rufen weil du sagst ja auch es ist ein Prozess wir müssen das eigentlich im Alltag uns damit oft mit beschäftigen, weil sich Dinge auch ändern und damit es auch ja sich eine Kultur entwickelt.

00:47:49: Dann zu der Zukunftsfrage, liebe Renate.

00:47:53: Was wünschst du dir so für unser Themenfeld?

00:47:56: Auch im Hinblick auf die drei Punkte Kinderrechte, Kinderschutzempowerment.

00:48:02: Ja was wünsche ich dir für die Zukunft Für unser Feld, für deine eigene Arbeit.

00:48:07: Da kannst du einfach mal ganz frei ein paar Wünsche äußern.

00:48:12: Also ich wünschte mir dass sich immer mehr Menschen auf den Weg machen das Thema wirklich anzugehen und das Thema sich auf die fahren zu schreiben und wirklich Schutz vor Gewalt- und Kinderschutz als erstes und dass sie Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Sport und in allen Jugend Einschichtungen und Orten und Plätzen wo sie sich bewegen ihre Freizeit und ihre Liebe verbringen, dass dafür Schutz und Sicherheit gesorgt wird.

00:48:41: Und da brauchen sie einfach die Unterstützung von den Erwachsenen, von uns, von allen, die bereit sind und dem Mut haben in eine Verantwortungsgemeinschaft zu gehen sich dann auch fit zu machen, natürlich eine Haltung einzunehmen und sagen mir ist es wirklich wichtig.

00:48:57: Das finde ich auch immer echt spannend wenn wir eben bei der Gamechanger Ausbildung die Trainerinnen versuchen zu empowern kommen, dass es gar nicht so einfach ist für seine Werte zu gehen und zu stehen.

00:49:13: Nach dem Motto okay wir haben zwar den Wertsrespekt vormiteinander umzugehen aber wie ist das wenn ich auf dem Fußballplatz bin?

00:49:19: Und die ganzen Beleidigungen und Rufen... Dann höre, gehe ich dann als Trainer hin und sage also wir haben doch den Wert Respekt vereinbart.

00:49:30: Und dazu gehört auch das für uns nicht mit Abwertungen bezeichnen oder mit Schimpfworten.

00:49:37: Ich bitte euch dass wir da in Zukunft besser drauf achten.

00:49:41: Also das bedeutet euch brauche Menschen mit Rückgrat und dass wir mehr Wertebewusstsein eben auch ja in den Sport in die Sportfelder gehen in die Kinder- und Jugendfelder und natürlich auch an die Kinder und Jugend

00:49:54: Hilfe.

00:49:54: Also das glaube ich, ist nie zu viel und da kann noch viel getan werden und insbesondere ist es auch eine persönliche Bereicherung.

00:50:02: Ich glaube ganz fest daran dass Menschen die wertorientiert und bewusst unterwegs sind, dass sie auch die Zufriedener an erfolgreicheren Menschen sein werden und das steigt natürlich dann auf die Gesamtorganisation aus.

00:50:18: Deswegen ist der langfristige und nachhaltige Erfolg durchaus auch auf Wertebewusstsein zu bauen, da bin ich ganz fest davon überzeugt.

00:50:25: Super!

00:50:26: Lieberinate, vielen, vielen lieben Dank dass du heute hier warst.

00:50:30: Dass du ja den Podcast bereichert hast auch vor allem mit deinen ganz vielen praktischen Tipps.

00:50:36: also ich hätte glaube ich als Organisation jetzt eine Idee wie ich dieses ganze Thema Kinderschutz Kinderrechte Empowerment angehen kann.

00:50:43: da habe ich heute auf jeden Fall viel gehört wie man das in der Praxis auch umsetzen kann egal ob er eben nicht unterwegs bin.

00:50:50: Also vielen, Vielen lieben dank für dein Know-how dass Du mit uns geteilt hast und Danke, danke, dass du heute hier warst.

00:50:58: Sehr gerne.

00:50:58: Warten wir an ein totales Anliegen und Freude mit dir ins Gespräch zu kommen.

00:51:02: Danke!

00:51:04: Ja, falls ihr mehr zur Mobilee und unsere Arbeit erfahren wollt, schaut doch gerne mal beim Magazin oder bei der Landkarte vorbei.

00:51:11: Dort findet ihr weitere spannende Projekte sowie umfassende Informationen zu unserem Themenfeld.

00:51:17: Außerdem save the day nächstes Jahr, dem Juni im Jahr zum nächsten Jahr.

00:51:25: In Göttingstadt.

00:51:26: Bis dann!

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